Workshop bei der 6. Herbstakademie des Forum Seniorenarbeit NRW: Kompetenzbilanzierung und Talentgewinnung mit dem Ehrenamt KomPass

"Selbstbestimmt freiwillig!? - Engagement unter der Lupe" lautete der diesjährige Titel der 6. Herbstakademie des Forum Seniorenarbeit NRW in der Sportschule Wedau. Vom 18. - 19.10.2017 kamen haupt- und ehrenamtlich Engagierte zusammen, um sich fortzubilden und auszutauschen.  

In einem der insgesamt 17 Workshops wurde der Ehrenamt KomPass vorgestellt. Mehr als 20 Interessierte stellten sich der Herausforderung, einen üblicherweise viertägigen Prozess in 90 Minuten anhand von praktischen Übungen kennenzulernen. Und es ist erfolgreich gelungen.

 

Der Workshop bestand aus einer theoretischer Einweisung in die Systematik und den Ablauf des Prozesses sowie einen Selbsterfahrungsanteil. Dabei wurden in vier Gruppen vier der sechs Felder des Ehrenamt KomPasses bearbeitet. Zunächst wurden im Plenum alle Felder und die Aufgabenstellungen erläutert. Am Ende wurden die Gruppenergebnisse wieder in das Plenum getragen. So ergab sich für Alle ein guter Überblick über die Methoden. 

 

Was passierte in der Gruppenarbeit?
Die Gruppen befassten sich mit den Feldern:

  • Tun/Tätigkeiten,
  • Eigenschaften,
  • Werte und
  • ehrenamtliche Rahmenbedingungen.

Nicht bearbeitet wurden die Felder Wissen und Interessen. Die Dokumentation des eigenen Wissens hätte in diesem Rahmen keinen Nutzen gehabt. Das Feld Interessen ist in der Herleitung hingegen zu komplex.

Alle Personen erhielten eine Mappe mit den ersten Seiten des Ehrenamt KomPasses sowie mit den Fragen, die die Teilnehmenden vor dem Workshop zur Einstimmung nutzen, und den vorbereitenden Transfer-Fragen für die Fachkräfte. (Die pdf.-Datei dazu, die außerdem die Arbeitsblätter der Gruppe „Werte“ und die Entscheidungsmatrix der Gruppe „Tätigkeiten“ enthält, finden Sie unten.)

Die Gruppenarbeit folgte dem grundsätzlichen Prinzip des Ehrenamt KomPass-Prozesses:
Zunächst wird der Blick geweitet, es geht darum, möglichst viele Begriffe, Varianten und Möglichkeiten zu sammeln, um dann sich dann schrittweise auf essentielle Qualitäten, die jemanden ausmachen und die gerne gelebt werden, zu fokussieren.

Wegen der Kürze der Zeit sollte zumindest eine Person pro Gruppe den Prozess exemplarisch durchlaufen.

 

Die Gruppe „Eigenschaften“
Aus mehreren Bildern suchte jede Person ein Motiv mit einer für sie besonders positiven Wirkung aus. Angelehnt an den Ideenkorb aus dem ZRM® wurden diese Bilder dann - in einem konsequent ressourcenorientierten, wertschätzenden Austausch - beschrieben, Assoziationen und Ideen dazu wurden gesammelt und Eigenschaften entwickelt. Die Person, die dieses Bild ausgesucht hatte, wählte dann in Einzelarbeit zunächst alle Begriffe aus, die sie besonders positiv ansprachen, und traf anschließend eine Vorauswahl von 10 Eigenschaften. Um daraus wiederum drei, die sie besonders gerne lebt oder gerne häufiger leben würde, herausfiltern zu können, sollte die Person diese Begriffe schriftlich kurz definieren. Im Austausch darüber mit einer weiteren Person wurden dann die tatsächlich dahinter stehenden, sich ähnelnden oder gegenseitig beinhaltenden Eigenschaften klarer. Sie wurden geclustert, priorisiert und am Ende kristallisierten sich 3 Lieblingseigenschaften heraus. 

 

Wenn Sie mehr lesen möchten:

Die Dokumentation des Workshops, die bald auch auf der Herbstakademie-Seite veröffentlicht wird, finden Sie im Folgenden zum Download.

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Dokumentation Workshop 11 Ehrenamt KomPa
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Anlage zur Dokumentation Workshop 11 Ehr
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Hier finden Sie Infos über den Kompetenzkreis Ehrenamt. 

Finden Sie heraus, was Sie wirklich gerne tun.

Der Ehrenamt KomPass basiert auf dem Life-Work-Planning-Ansatz von Richard N. Bolles, der bereits den TalentKompass NRW, der im Juni 2013 vom Arbeitsministerium des Landes NRW mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds veröffentlicht wurde, inspiriert hat, dem Zürcher Ressourcen Modell - ZRM (R) von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause, dem Kompetenz::Quadrat (R) und anderen Methoden des Selbstmanagements, der Kompetenzfeststellung und des Life-Work-Designs.